Weltweiter Weinkonsum und Corona-Virus

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Der weltweite Weinkonsum ist im Jahr 2020 weniger zurückgegangen als erwartet.


Nach Angaben der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) wurde der Weltmarkt für Wein durch die Covid-19-Pandemie gestört, hat sich aber als ziemlich widerstandsfähig erwiesen. Tatsächlich ist der weltweite Weinkonsum im Jahr 2020 mengenmässig um 3% zurückgegangen ein deutlicher Rückgang (seinen niedrigsten Stand seit 2002), der jedoch nicht so gross ist, wie von den Weinfachleuten angesichts des Ausmasses der Gesundheitskrise befürchtet wurde.


Das Jahr war geprägt von Lockdown und Schliessungen von Cafés, Hotels und Restaurants (CHR), aber auch von den «Trump-Steuern» auf bestimmte europäische Weine und den erhöhten chinesischen Steuern auf australische Weine. Die Schliessung der CHR wurde jedoch durch den Anstieg der Supermarktverkäufe mehr als ausgeglichen.


«Der Covid-19 hat alle Arten von Transfers ausgelöst», sagt Pau Roca, Generaldirektor der OIV. Bereits «zwischen den Vertriebskanälen, da sich der Konsum in Bars und Restaurants auf die Verkäufe im Grosshandel und im Internet verlagert hat. »

Danach werden Transfers zwischen den Ländern vorgenommen, da die Fremdenverkehrsorte dadurch beeinträchtigt werden, dass es keine Besucher gibt, die zu Hause Wein konsumiert haben. Übertragungen und schliesslich zwischen Premium- und Billigweinen zugunsten der letztere.


Frankreich war mit einem Umsatz von 8,7 Mrd. EUR nach wie vor der zuerste Weinexporteur der Welt. Aber dieser Betrag ist um 10,8% (-1,1 Milliarden) geschmolzen.


Für 2021 sieht sich Pau Roca als «ziemlich optimistisch», vor allem für die zweite Jahreshälfte. «Ich denke, dass wir dank der Impfungen wieder etwas Normalität erlangen werden. Und dass wir wieder festliche Momente finden werden. »

(Quelle: Revue des Vins de France, 20. 04. 2021)